Traditionslehrgang in der Sportvereinigung Hemelingen

Bereits zum zehnten Mal jährte sich am Samstag, dem 30.01.2016, der Ju-Jutsu Traditionslehrgang unter der Leitung von Charly Scheel 6.Dan Ju-Jutsu / 6.Dan Ju-Jitsu in der Sportvereinigung Hemelingen und der Zulauf war immens. Mit beeindruckenden 44 Meldungen im Vorfeld von Sportlern aus ganz Bremen und dem angrenzenden Raum Norddeutschlands musste der Lehrgang bereits während der Planungsphase aus dem gemütlichen Hemelinger Dojo nach gegenüber ins komfortablere angrenzende Haupthaus des Vereins verlegt werden, doch auch hier war die Matte noch gut gefüllt.
Unter Charlys Leitung drehte sich von 13-17 Uhr wieder alles rund um das Thema Selbstverteidigung gegen und mit Waffen, im Fokus standen in diesem Jahr verstärkt das Tonfa sowie die Abwehr eines Stockes mit ebenfalls einem Stock oder ganz ohne Waffe. Nach einer Einstiegsphase, während derer sich alle mit dem Gebrauch der Hilfsmittel vertraut machen konnten, legte Charly wieder besonderen Wert auf fließende Bewegungen, Flexibilität und vor allem ausreichend Zeit, um die Bewegungsabläufe zu verinnerlichen. Der gebotene Respekt vor dem Stock und dem Tonfa stand dabei sinnbildlich auch für den Respekt vor dem Partner, Fairness und Rücksichtnahme – die Eckpfeiler unserer Sportart. Umrandet von einem abwechslungsreichen Fitness-Programm, bestehend aus Thai Bo- und Aerobic-Elementen mit Unterstützung der Fitness-Trainerin Jutta Claußen sowie einem speziellen Bauchmuskeltraining, kamen alle Ju- Jutsuka ins Schwitzen und auf ihre Kosten. Bei guter Laune und hoher sportlicher Motivation verflogen die vier Stunden wie im Flug, einzig unterbrochen von einer kurzen Pause, in der die Sportler mit Getränken und kleinen Snacks zur Stärkung versorgt wurden. Auch altersmäßig war die Bandbreite groß, da zur allgemeinen Freude auch die erfahrenere Jugend der Einladung gefolgt war, so dass vom Gelbgurt bis zum sechsten Dan alle Graduierungen vertreten waren.
Bereits vor Ende des Lehrganges wurden erste Stimmen laut, die nach einer Fortsetzung fragten, so dass resümierend festgehalten werden kann, dass nicht nur alle ihren Horizont erweitert und Erfahrungsreichtum vermehrt, sondern auch ihren Spaß gehabt haben. Ein weiterer positiver Effekt solcher Veranstaltungen ist immer auch der (überregionale) sportliche Austausch, der neue Kontakte und Freundschaften ermöglicht, so dass es hoffentlich einen ähnlichen Lehrgang demnächst auch in anderen Vereinen geben wird. Charly und seine Ju-Jutsuka wären bereit.

Katharina Wilke
SV Hemelingen

Der DJJV hat eine neue Prüfungsordnung verabschiedet

Neue Prüfungsordnung des DJJV – gültig seit 1. Januar 2016:

Der Vorstand des DJJV hat den von der Satzungs- und Strukturkommission (SaStKom) überarbeiteten und vorgelegten Entwurf der Prüfungsordnung einstimmig gebilligt. Die Prüfungsordnung der vorliegenden Entwurfsfassung ist zum 1. Januar 2016 vorläufig in Kraft gesetzt. Die Mitgliederversammlung des DJJV soll im April 2016 den vorliegenden Entwurf als ordentliche Ordnung des DJJV bestätigen.

Zu den Inhalten.

Der Unterschied zur bisherigen Prüfungsordnung besteht in der komplett überarbeiteten Struktur. Diese sieht nunmehr die Teile A bis C vor. Im Teil A werden die allgemeinen und für alle Sportler im DJJV gültigen Prüfungsbestimmungen geregelt. Teil B enthält die besonderen und sportartspezifischen Regelungen für das Ju-Jutsu, das Jiu-Jitsu und das Brazilian-Jiu-Jitsu. Weitere Sportarten können hier eingepflegt werden. Teil C beinhaltet die Prüfungsprogramme der Sportarten mit weiteren Unterteilungen in Kinder-Jugend, Erwachsene, Senioren und weitere Untergruppen, wie z.B. die Polizei oder Selbstverteidigungs-Kurse.

Viele der Änderungen und Ergänzungen sind in den Teilen A und B, insbesondere für die Prüfungszulassung vorgenommen worden. Die Prüfungsprogramme wurden nicht geändert.

Im Zuge der Qualitätssicherung hat die SaStKom den abschließenden Entwurf mit den Lehr- und Prüfungsreferenten der Landesverbände während der letzten TAT besprochen und inhaltlich abgestimmt. Nicht in allen Punkten bestand dabei Konsens. Einige der Empfehlungen der TAT sind im vorliegenden Beschluss des Vorstandes eingeflossen, andere nicht. Im Ergebnis haben wir eine Prüfungsordnung, die an die Satzung und Ordnungen des DJJV inhaltlich angepasst ist und mit ihrem Aufbau, den Inhalten und den Ergänzungsmöglichkeiten eine kontinuierliche und nachhaltige Arbeit im Prüfungswesen gewährleisten kann. Nachfolgend möchte ich einige der Änderungen und Ergänzungen skizzieren.

Verkürzung der Vorbereitungszeiten durch Lizenzerwerb:

Die Verkürzung der Vorbereitungszeit durch Nachweis einer höheren Lizenz ist jetzt bereits ab dem 1. Kyu möglich. Sie kann bei Erwerb der nächsthöheren Lizenzstufe erneut eingebracht werden, jedoch pro Lizenzstufe nur einmalig. Bisher war die Verkürzung erst ab 1. Dan und insgesamt nur einmal möglich.

Verkürzung der Vorbereitungszeit durch Kursteilnahme:

Die Vorbereitungszeit für den 5. oder 4. Kyu Ju-Jutsu oder Jiu-Jitsu kann jetzt einmalig durch die Teilnahme an einem Kurs im Umfang von 25 LE abgegolten werden. Bisher war dafür ein Umfang von 50 LE vorgesehen.

Lizenzstufe zum 3. Dan:

Für die Prüfung zum 3. Dan wird zukünftig eine Lizenz der Stufe I (Trainer-C) vorausgesetzt. Liegt diese nicht vor, verlängert sich die Vorbereitungszeit um ein Jahr. Bisher war die Lizenzstufe 0 (Lehreinweisung/Sportassistenz) ausreichend.

Mindestalter für Kinderprüfungen Ju-Jutsu:

Das Mindestalter für die Kinderprüfungen unterhalb des 4. Kyu wird um jeweils ein Jahr herabgesetzt. Damit ist das Mindestalter für die Prüfung zum 6.I Kyu jetzt sechs statt bisher sieben Jahre, zum 6.II jetzt sieben Jahre, zum 5. Kyu acht Jahre, zum 5.I neun Jahre und zum 5.II zehn Jahre.

Prüfungsfächer bei Ju-Jutsu-Kinderprüfungen:

In Zwischenprüfungen werden wie bisher die technischen Prüfungsfächer zu einem Prüfungsfach „Techniken“ zusammengefasst. Das Prüfungsfach „Stockabwehr/-anwendung“ gehört zukünftig nicht mehr mit dazu, sondern wird immer in vollem Umfange geprüft; gleichzeitig verringert sich damit die Anzahl der zu zeigenden Techniken (Bodentechniken bis Wurftechniken) zu 3.I auf zwölf.

Neue Graduierung 2.I Ju-Jutsu:

Es wird eine neue Graduierung 2.I mit dem blau-braunen Gürtel für Kinder ab 14 Jahren eingeführt. Sie verläuft analog zu der Zwischenprüfung zum 3.I. Prüflinge muss zwölf Techniken aus dem Technikteil zeigen, dazu alle anderen Prüfungsfächer (anders als zu 3.I auch die Messerabwehr).

Brazilian Jiu-Jitsu:

Die Regelungen für Prüfungen im BJJ einschließlich der Prüfungsprogramme für Kinder und Erwachsene bis einschließlich Purple Belt wurden mit eingearbeitet.

Bundesprüferlizenzen:

Die Berechtigung zur Vergabe von Prüferlizenzen in den Landesverbänden regelt jetzt die Bundesprüferlizenz. Diese kann mit aktiver und erfolgreicher Mitarbeit in der Bundesprüferschulung während der Technischen Arbeitstagung des DJJV zur jeweiligen Stilrichtung erworben werden.

Der vom Vorstand gebilligte Entwurf der Prüfungsordnung ist ab dem 1. Januar 2016 für den DJJV gültig. Die Mitgliederversammlung muss im April 2016 endgültig darüber beschließen. Da in der bisherigen Entwicklung der Prüfungsordnung die Vertreter der Landesverbände, der Jugend, der Stilarten und der Bundesprüfungsreferent rege mitgearbeitet und gegenüber den Landesverbänden und deren Prüfungs- und Lehrreferenten volle Transparenz bestand, kann davon ausgegangen werden, dass es gegenüber dem jetzt in Kraft gesetzten Stand nur noch wenige Änderungen geben wird.

Die neue Prüfungsordnung kann ab sofort hier als PDF heruntergeladen werden.

Für Fragen zur Prüfungsordnung benenne ich den fachlich zuständigen Bundesprüfungsreferent des DJJV, Jens Dykow (pruefung (at) djjv.de) sowie die jeweiligen Referenten der Stilarten, Darja Leik (referentin-bjj (at) djjv.de) und Stefan Boesel (referent-jiu (at) djjv.de).

Für den DJJV

Michael Gust
Koordinator-Breitensport und Leiter der SaStKom

Quelle: Internetauftritt des DJJV (www.djjv.de)

Landes-Lehrgang Technik mit Lars Müller

Am 14.11.2015 hatte die Sportvereinigung Hemelingen die Ausrichtung eines Landeslehrganges für Ju-Jutsu übernommen. Als Referenten konnte der Abteilungsleiter Karl-Joachim (Charly) Scheel den Lehrreferenten und 1.Vorsitzenden des Bremer Ju-Jutsu Verbandes Bremen Lars Müller 5.Dan Ju-Jutsu verpflichten. Der lizenzierter Trainer -A- JJ verstand es in hervorragender Weise sein gestecktes Lernziel den Teilnehmern/innen näher zu bringen, wobei einerseits die Weiterführung abgewehrter Atemi-Techniken verbunden mit dem Dreier-Kontakt und andererseits der Umgang mit einem Stock im Sinne des Ju-Jutsu Prüfungsprogrammes im Mittelpunkt des Lehrganges standen. In seiner lässigen Art verbunden mit zwischenzeitlichen eindringlichen Appellen an die Teilnehmer/innen bezüglich der Handhabung von Waffen im Ju-Jutsu, überzeugte Lars auf vielfältige Weise auch die letzten Zweifler von der Wirksamkeit seiner angebotenen Techniken. Am Ende dieses interessanten Lehrganges war den Anwesenden so ziemlich klar, dass der Erfolg des Gelingens immer von der Übungsintensität des Einzelnen abhängt, in wie weit er bereit ist, sein persönliches Training diesbezüglich zu erweitern. Darum sind solche Lehrgänge für alle wichtig, denn sie bieten immer neue Ideen von Denen wir alle letztendlich profitieren. Vielen Dank an Lars für seine überzeugende Arbeit mit seinen begleitenden Ausführungen. Er wird auch im nächsten Jahr wieder Gast in der Sportvereinigung Hemelingen sein.

Charly Scheel
6.Dan Ju-Jutsu – 6.Dan Ju-Jitsu
Abteilungsleiter Ju-Jutsu Hemelingen

Laudatio für Lars Müller zur der Verleihung des 5. Dan im Ju-Jutsu

Wir ehren heute (am 13. Dezember 2014) einen Sportler, der sich nun insgesamt 25 Jahre dem Ju-Jutsu verschrieben hat und der immer noch eine große Energie in diesem einbringt.
Begonnen hat er mit Ju Jutsu, war aber auch für andere Kampfsportarten offen.
So lernte er unter Johnny Bernaschewice einen ganz besonderen Stil, unter seiner Leitung nahm er auch an einem Formenwettkampf teil und belegte mit seinem Kampfpartner einen sehr guten 3. Platz.
Auch reiste er des öfteren über den großen Teich um Paul Vunak Seminare zu besuchen, unterstützt durch Lehrgänge innerhalb Deutschlands, wie z. B. München u.a., um Michael Grüners PFS kennenzulernen.
Bis heute reist er einem guten Lehrgang gerne hinterher.

Der heute zu Ehrende…
…hat den 4. Dan Ju-Jutsu
…ist Associate Instructor im IMB unter Grandmaster Richard Bustillo
…hat den 4th. student grade/brown belt im Cacoy Doce Pares Escrima.

Lars M vorher nachher

Nicht nur im Verein des OSC Bremerhaven, sondern auch im Landesverband ist er über das normale Maß hinaus engagiert. So bekleidet er das Amt des Abteilungsleiters im OSC und ist simultan Landeslehrwart. Doch reicht dieses an Beschreibung nicht aus, denn auch als Trainer A im Breitensport unterrichtet er im Ju Jutsu und als besonderes Steckenpferd das bereits erwähnte Cacoy Doce Pares Escrima, welches besonders neue Sportler zu begeistern scheint und damit mehr und mehr Zuspruch bekommt.
Daher ist es nicht schwer zu erkennen wie wichtig Ju Jutsu für ihn ist, dieser ist nicht nur eine Freizeitbeschäftigung, sondern tatsächlich eine Lebensphilosophie. So versucht er seine Unterstützung jederzeit anzubieten, das Ju Jutsu stetig zu verbessern, für sich und besonders für die, die mit ihm den Weg der Kampfkunst gehen möchten. Dieser Einsatz kommt insbesondere Bremen und Bremerhaven zu Gute, auch wenn es sein Privatleben nicht immer unberührt und seine eigenen Bedürfnisse oft in den Hintergrund treten lässt. Es ist zwar noch viel zu tun, doch die LANGSTRECKE ist das Ziel.
Auf Grund seines geradezu unermüdlichen Engagements für das Ju Jutsu, besonders auf der Matte und seine ehrenamtliche Tätigkeit im Landesverband und im Verein OSC hat er diese Ehrung mehr als verdient.
Es ist uns daher eine Ehre und gradezu eine Verpflichtung Lars Müller am heutigen Tage den 5. Dan mit Stolz zu verleihen.

Dr. Peter Petarus, Meisterschüler von Lars Müller

Jörg Häntzschel, Medienreferent JJV Bremen

Fighter vom OT Bremen erfolgreich beim X-mas Turnier in Rastede

Nach 277 Meldungen aus über 40 Vereinen aus drei Nationen (Dänemark, Niederlande, Deutschland) fanden trotz des Orkans und Wintereinbruch in Norddeutschland 225 Sportler aus 37 Vereinen am 07. Dezember 2013 den Weg nach Rastede.
Für den OT Bremen waren Christina Biese, Annemie Brokmeier und Tilo Hoppenrath am Start. Den Anfang machten gleich Christina und Annemie die in einer Gewichtsklasse starten mussten. Nach tollem Kampf zwischen den beiden konnte Christina am Ende als Siegerin hervorgehen. Auch ihre nächsten Kämpfe konnte Christina für sich entscheiden und stand am Ende als Siegerin In ihrer Gewichtsklasse fest.
Hierzu war in den Parts Schläge/Tritte, Würfe und Bodenkampf jeweils ein Ippon (volle Punktzahl) erforderlich.

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Etwas schwerer tat sich Annemie, die ihre nächsten beiden Kämpfe teilweise nur knapp verlor, jedoch im letzten Kampf noch einmal ihr Können unter Beweis stellte und diesen gewann. Am Ende hieß es Platz 4 für Annemie.
Bei den Männern konnte Tilo nach erstem verlorenen Kampf den nächsten eindeutig gewinnen und musste sich in seinem letzten Kampf nur knapp dem späteren Sieger geschlagen geben. Am Ende hieß es Platz 3 für Tilo.
Pascal Schmelzle, Trainer OT

Das X-Mas-Fun-Turnier in Bremen – ein Kids-Turnier der ganz besonderen Art

Am Mittag des 1. Advent ging es für die Turnierorganisatoren und -helfer bereits um 11.30 Uhr los. Julia Mindermann (Jugendreferentin des JJVB) und Wolfgang Seidel (1. Vorsitzender JJVB) wussten genau, was am heutigen Tag auf sie und das siebenköpfige Helferteam (Katharina, Rebecca, Jannis, Christian, Dirk, Heiko und Jörg) zukommen würde: keine ruhige Minute. Nachdem Wolfgang diese Fun-Turniere erstmals 1996 für seine JJ-Kids ins Leben gerufen und veranstaltet hat, fanden bis 2003 in Folge noch acht weitere dieser Art in Bremen statt. Nun, 10 Jahre später, sollte diese Idee für eine neue Generation von Ju-Jutsu-Kids in Bremen wiederbelebt werden.
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Bevor es allerdings losgehen konnte, mussten noch einige Dinge vorbereitet werden. Die T-Shirts und Pokale wurden ausgepackt, sortiert und aufgestellt. Das Buffet musste vorbereitet werden, und die Turnierkarten, die sich die Kids um den Hals hängen sollten, bekamen den letzten Schliff (ein Band). Nachdem dann auch die Musikanlage aufgebaut und getestet war, kamen alle in der Ruhe vor dem Sturm für ein letztes Briefing zusammen. Was dann um 13.00 Uhr begann, ist Geschichte und soll hier kurz erzählt werden …

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Nach einer lustigen und bewegungsreichen Aufwärmrunde mit Wolfgang ging es für die 32 Teilnehmer auch schon mit dem ersten Turnierspiel des Tages los.

Spiel 1: Ballontreten

Beim Ballontreten sollten sich die Kids in Einzelkämpfen beweisen und versuchen, den mit einem Bindfaden am Fußgelenk des anderen befestigten Luftballon zu zertreten.

Um die Spannung und die Aufmerksamkeit der Kids zu erhalten, wurden die Paarungen oder Teams während des gesamten Fun-Turniers immer wieder von Julia aufs Neue ausgelost. Dazu hat sie für alle einen Tischtennisball mit einer Zahl versehen und in eine Schale gelegt. Vor den Spielen hat Julia dann, wie beim Lotto, die Nummern immer wieder neu gezogen. Die jeweiligen Zahlen standen natürlich auch auf den Turnierkarten, sodass nichts schief gehen konnte …

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Zurück zum ersten Spiel. Auf dem Bild werden gerade zwei Wettkämpferinnen fürs Ballontreten vorbereitet. Nachdem die Paarungen ausgelost wurden und sich die Duellanten bei ihren Wettkampfstationen eingefunden hatten, überreichten sie den dort postierten Helfern ihre Turnierkarten. Auf ein Kommando von Julia ging es dann los. Gekämpft wurden jeweils zwei Ballon-Runden. Für einen zertretenen Ballon gab es 10 Punkte, wer es nicht geschafft hat, bekam immerhin noch 5 Punkte. Die Punkte wurden auf den Karten vermerkt, zurückgegeben und weiter ging´s …

Spiel 2: Flussüberquerung

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Nachdem Julia allen erklärt hat, worum es nun gehen würde, begann sie mit der Auslosung von Viererteams, die sich auf die vordere von zwei vorbereiteten Turnmatten setzen mussten. Beim Spiel „Flussüberquerung“ ging es darum, in Teamarbeit die hinten liegende Matte nach vorne zu holen und ohne den Hallenboden – den Fluss – zu berühren, auf diese überzuwechseln. Das sollte natürlich so schnell wie möglich vonstattengehen. Auf dem Bild sammelt gerade ein Helfer die Turnierkarten ein und beantwortet letzte Fragen. Für das Siegerteam gab es jeweils 15, die Zweiten 10 und die Nachzügler 5 Punkte. Der Fluss wurde so oft überquert, bis Julia alle Nummern gezogen und jeder seine Geschicklichkeit im Team beweisen konnte …

Spiel 3: Kistenrennen

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Neue Teams und eine weitere Gelegenheit Punkte zu sammeln. Für dieses Spiel wurden drei Turnerkästen zu Rennkisten frisiert. Die umgedrehten Rennschlitten standen auf 8 langen Stäben für die Viererteams bereit. Weitere 5 Stäbe lagen vor den Kisten, die nun jeweils im schnellstmöglichen Tempo über die Rollstäbe geschoben werden sollten. Das Spiel sah vor, dass jeweils zwei Teilnehmer in den Kisten sitzen und die anderen die Stäbe von hinten nach vorne vor die Kiste legen sollten, um diese dann ein Stück weiter schieben zu können. Die Schwierigkeit bestand u. a. auch darin, nicht schneller zu schieben, als Stäbe unter und vor den Kisten lagen, damit man mit seiner Kiste nicht auf Grund lief. Wie zuvor, ging es hier um die Wurst, und am Ende gab es Punkte für alle …

Spiel 4: Tauziehen

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Natürlich nicht nur einfach Tauziehen, nein, nein! Das wäre ja viel zu leicht. Die Teams mussten es bei diesem Spiel schaffen, ein mittig am Tau befestigtes Stofftier in einer Kiste zu versenken. Erst nachdem dies vollbracht war, konnten vier Tauzieher mit stolzen 10 Punkten von dannen ziehen und sich mental oder mit einem Stück Kuchen vom Buffet auf das nächste Spiel vorbereiten …

Spiel 5: Mattenrollen

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Drei Teams á vier Player, drei Bahnen und drei Medizinbälle. Mehr braucht es für das nächste Spiel eigentlich nicht. Ach ja, etwas Geschicklichkeit und Speed. Die Kids müssen nun einen Medizinball 12x eine Matte weiter nach vorne legen, nachdem sie in Ju-Jutsumanier darüber hinweggerollt sind. Da durfte jeder dreimal ran. Auf Kommando losrennen, über den Ball rollen, den Ball eine Matte weiter legen, zurück spurten, den nächsten „Roller“ am Startpunkt abklatschen. Das geht so lange, bis der Ball am Ende der Mattenbahn liegt. Wir Helfer haben es uns nicht nehmen lassen und es vorgemacht. Nachdem wir wieder Atem hatten, ging es los …

Spiel 6: Such´ ihn

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Bei diesem Spiel geht es um blindes Vertrauen und das darf man hier sehr wohl wörtlich nehmen. Aber bevor es losgehen konnte, mussten erst einmal einige Dinge bewegt werden. Im Grunde alles, was nicht niet- und nagelfest war. In der Halle wurde ein Areal umzäunt und jede Menge Zeugs, wie z. B. Bälle, Kisten, Wagen, Hütchen u.s.w., hineingelegt. Später sollten darin Schokoweihnachtsmänner versteckt, gesucht und gefunden werden. Julia loste nun drei Zweierteams aus. Einem von beiden wurden nun die Augen verbunden und dieser durfte nun das Innere des Spiel- und Suchfelds betreten. Die Schokomänner wurden für die Sehenden deutlich erkennbar versteckt. Der verbleibende sehende Partner durfte sich am Rand des Feldes frei bewegen und sollte dem „Blinden“ Anweisungen geben, damit dieser die Weihnachtsmänner finden konnte – es handelte sich dabei um zwei aneinandergeklebte W-Männer am Stiel. Auf Julias Kommando ging es los. Bei diesem Spiel war es wichtig, dass es in der Halle ruhig war. Ein aufbrandender Applaus, wenn ein Team sein Ziel erreicht und den Schatz aus Schokolade geborgen hatte, musste schnell abklingen, damit die restlichen Teilnehmer eine Chance hatten, ihren Schatz zu finden. Diese Ruhe war eine echte Herausforderung. Besonders für die Eltern, die ihre Schützlinge so gerne lauthals unterstützt hätten. Am Ende gab es für die Teams wieder 15, 10 und 5 Punkte …

Spiel 7: Seilspringen

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Ein scheinbar unspektakuläres Spiel, aber eben nicht unwesentlich, wenn es darum geht, noch einmal richtig Punkte zu sammeln. Dieses Mal sprang jeder für sich allein, und wer vorher dachte, die Kleinen hätten gegen die Großen keine Chance, hatte nicht mit diesem Spiel gerechnet. Beim Seilspringen ging es darum, in 60 Sekunden so viele Sprünge wie möglich aufs Parkett zu legen. Diese Anzahl war dann gleichbedeutend mit der erreichten Punktzahl für dieses Spiel. Es gab einige Kleine, die sind den Großen mit über 70 Sprüngen weit davongesprungen …

Spiel 8: Ballontransportlauf

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Vier Ecken, vier 2er-Teams, vier Luftballons und vier Aufgaben, die es zügig zu bewältigen galt. In alter Manier wurden die Karten abgegeben und nach dem Startschuss ging´s los. In jeder Hallenecke eine neue Ballontransportaufgabe, die die Teams so schnell wie möglich und gegen die anderen Teams bewältigen mussten. Es kam vor, dass ein Ballon herunterfiel, dann musste gestoppt werden. Erst nachdem der Ballon wieder dort saß, wo er hingehörte, durfte es weitergehen. Hierbei gelang es einigen Teams, die anderen zu überholen. Es war ein aufregendes Spiel, und die Eltern feuerten ihre Kiddies kräftig an …

Spiel 9: Knobellauf

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Das vorletzte Spiel war wohl so aufregend, dass niemand die Zeit hatte ein Bild zu schießen. Aber egal, es gab wieder vier Ecken, vier 2er-Teams und vier Aufgaben. In jeder Ecke sahen sich die Teams mit einer neuen Herausforderung konfrontiert.

  • Ecke 1: Ein Kartenhaus mit Bierdeckeln bauen. Nach 60 Sekunden wurden diese gezählt, und es gab für jeden verbauten Deckel einen Punkt.
  • Ecke 2: In 60 Sek. so viele unterschiedliche Automarken wie möglich nennen. Für jede genannte Marke gab es – na klar – einen Punkt.
  • Ecke 3: Würfeln. Die Teams hatten wieder eine Minute Zeit, um mit einem großen Schaumstoffwürfel so viele Sechsen wie möglich zu würfeln. Jede sechs …
  • Ecke 4: Puzzlen. Julia hatte große 12-Teile-Puzzle mit unterschiedlichen Motiven vorbereitet. Die Teams suchten sich ein Puzzle aus und mussten es gemeinsam zusammenlegen. Ein Puzzle nach dem anderen. Am Ende – genau, nach einer Minute – wurden die richtig gelegten Teile gezählt und es gab Punkte …

Spiel 10: Der James Bond Parcours

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Der Höhepunkt, auf den jeder hingefiebert hat, kam natürlich zum Schluss. Dabei wurde es noch einmal richtig heftig, und jeder hat für sich allein um die letzten Punkte gekämpft. Die Helfer haben in Windeseile Herausforderungen bzw. Hindernisse aufgebaut. Die Einzelkämpfer mussten sich an einer Langbank hochziehen und eine andere wieder runterrutschen, über eine hohe Weichbodenmatte klettern, große Stufen hinauflaufen und in eine Matte springen. Es wurde die Zeit genommen, die zwischen Start und Ziel vergangen ist. Die vergangenen Sekunden wurden dann von 100 abgezogen und als Punkte in die Turnierkarte eingetragen …

Pokale

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Wow, das war eine wirklich spannende Sache und – noch viel spannender – wer hat gewonnen? Vorweg: Alle! Ebay sei dank, konnte wirklich jeder X-Mas-Turnierteilnehmer am Ende einen Pokal mit nach Hause nehmen. Aber eins nach dem anderen. Bei der Auswertung der Ergebnisse wurden die JJ-Kids (8 – 13 Jahre) in vier Altersklassen eingeteilt. In jeder Altersklasse gab es die Plätze 1 bis 3. Die, wie sollte es anders sein, von der erreichten Gesamtpunktzahl abhingen. Nach einem Hochgeschwindigkeitsauswertungsmarathon verlas Julia der Reihe nach die Platzierungen eins bis drei. Nachdem jemand aufgerufen wurde, gab es einen kräftigen Applaus, einen Glückwunschhändedruck, eine Urkunde und die Möglichkeit, sich einen Pokal auszusuchen. Wer nun denkt, dass sich alle Erstplatzierten den größten Pokal ausgesucht hatten, irrt. Es ging wohl vielmehr um die Farbe als um die Größe. Die 20, die nicht unter den ersten drei Plätzen waren, wurden nach dem Zufallsprinzip aufgerufen, und es gab den Händedruck, die Urkunde und einen Pokal …

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Nun ist es außerdem so, dass Julia Mindermann in Bremen nicht nur Jugendreferentin, sondern auch sehr aktiv als Trainerin im Jugendbereich in zwei Vereinen tätig ist. Während der Veranstaltung ging deshalb ganz heimlich ein riesiger Pokal durch die Reihen, der von ihren Schüler unterschrieben wurde. Im Rahmen der Preisverleihung kam es zu einem kurzen Break und Julia wurde dieser Pokal „Für die beste Ju-Jutsu-Trainerin der Welt“ von zwei ihrer Schülerinnen überreicht. Damit, dass sie auch einen Pokal mit nach Hause nimmt, hat Julia ganz sicher nicht gerechnet.

Bevor dann, nach gut fünf Turnierstunden, alle Kids mitsamt ihren Eltern nach Hause gehen konnten, wurden noch mehrere Gruppenbilder geschossen …

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Für die Helfer endete dieser Abend nach jeder Menge Aufräumarbeiten gemütlich beim Griechen. Einen herzlichen Dank an alle, die diese großartige Veranstaltung für die Ju-Jutsu-Kids in Bremen unterstützt und möglich gemacht haben!

Wolfgang Seidel (1. Vorsitzender JJVB e. V.)